februar 10, 2026

In den letzten Jahren ist das Interesse junger Menschen an Investitionen deutlich gestiegen. Laut einer Analyse von Finans Danmark ist es vor allem die Inspiration durch Freunde und Familie, die ansteckt. Aber auch die zunehmende Präsenz auf sozialen Medien sowie Börsenspiele wie Aktiedysten haben dazu beigetragen, dass immer mehr junge Menschen Investitionen als Möglichkeit wahrnehmen.

Die meisten Expertinnen und Experten sind sich einig, dass diese Entwicklung positiv ist. Investieren gibt jungen Menschen die Möglichkeit, Verantwortung für ihre eigene finanzielle Situation zu übernehmen und früh ein gesundes Verständnis für Sparen aufzubauen. Dies kann zu einer besseren finanziellen Bildung beitragen und langfristig eine stabilere wirtschaftliche Zukunft sichern.

Gleichzeitig sind sich die Fachleute auch einig, dass das stark wachsende Interesse mit Fallstricken verbunden sein kann. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Die meisten wissen, dass man mit Wertpapieren sowohl Geld gewinnen als auch verlieren kann – und dass es in der Regel Wissen und eine gute Strategie braucht, um eine solide Rendite zu erzielen.

Weniger bekannt ist vielleicht ein weiteres zentrales Risiko der steigenden Investitionsbegeisterung: Sie kann die Lust auf Glücksspiel und den Traum vom schnellen Geld wecken. Als Lernplattform ist Aktiedysten deshalb eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Spielsucht (Center for Ludomani) eingegangen, um den Fokus auf diese Fallstricke zu legen.

Mit dem Projekt „Sicherer Hafen“ finden Nutzerinnen und Nutzer von Aktiedysten nun Informationen darüber, wie man zwischen „gesundem“ und „riskantem“ Investitionsverhalten unterscheidet und wie man zweifelhafte Ratschläge erkennt.

Die neue Initiative ist auf dieser Seite gebündelt und wird laufend weiter ausgebaut:
https://undervisning.aktiedysten.dk/sikker-havn/

Wo verläuft die Grenze zwischen strategischem Investieren und spekulativem Glücksspiel? Forschungsergebnisse der Universität Kopenhagen zeigen, dass junge Menschen zunehmend in riskante Finanzprodukte investieren und dass viele ihrer ersten Erfahrungen mit Investitionen aus Computerspielen mit Glücksspielelementen stammen.

Das kann problematisch sein, wenn nicht klar zwischen Investieren und Spielen unterschieden wird, da dies zu impulsiven Entscheidungen und hohen Verlusten führen kann.

Die neue Zusammenarbeit zwischen Aktiedysten und dem Zentrum für Spielsucht soll dazu beitragen, jungen Investorinnen und Investoren einen verantwortungsvollen Einstieg in den Aktienmarkt zu ermöglichen. Durch Aufklärung und Unterrichtsmaterialien unterstützt Aktiedysten junge Menschen dabei, ein gesundes Investitionsverhalten zu entwickeln und zwischen wohlüberlegten Investitionen und risikoreicher Spekulation zu unterscheiden.

Beim Zentrum für Spielsucht beobachtet man einen Anstieg der Zahl von Personen, die mit den Folgen von Investitionen zu kämpfen haben. Der Leiter des Zentrums, Henrik Thrane Brandt, befürchtet, dass wir bislang nur die Spitze des Eisbergs gesehen haben.

„Wir sehen immer mehr Beispiele von Menschen, die in sehr kurzer Zeit große Summen mit hochspekulativen Produkten verlieren. Außerdem erleben wir, dass junge Menschen in Investitionsnetzwerke gelockt werden, in denen es kinderleicht erscheint, ohne großen Aufwand ein Vermögen zu verdienen. In Wirklichkeit handelt es sich um Pyramidensysteme, deren einziges Ziel es ist, den Beteiligten Geld zu entziehen. Mit anderen Worten: Das ist ein Bereich, den wir sehr genau im Blick behalten müssen, denn er betrifft immer mehr Menschen“, sagt Henrik Thrane Brandt.

Zu Beginn besteht die Zusammenarbeit zwischen Aktiedysten und dem Zentrum für Spielsucht vor allem aus Dialog und der Möglichkeit, Expertenwissen an die vielen Nutzerinnen und Nutzer von Aktiedysten weiterzugeben – unter anderem über diese Seite:
https://undervisning.aktiedysten.dk/hvor-kan-man-soege-hjaelp-hvis-man-foeler-at-man-har-et-problem/

Langfristig hoffen beide Partner auf weitere Möglichkeiten, jungen Menschen den Unterschied zwischen gesundem Investitionsverhalten und risikoreichem Glücksspiel zu vermitteln.

Im Rahmen des Fokus auf Risikobewertung hat Aktiedysten zudem mit Kenneth Schultz von SDU Finance zusammengearbeitet und eine neue Variante des Lernspiels entwickelt. In dieser Version ist es möglich, auf risikoadjustierte Renditen zu konkurrieren.

Jedes Wertpapier erhält eine Risikobewertung, die auf den Kursschwankungen des jeweiligen Assets im Verhältnis zum Gesamtmarkt basiert. Mit dieser neuen Funktion kann nicht nur um die höchste Rendite, sondern auch darum konkurriert werden, wer Risiko und Ertrag am besten ausbalanciert.

Bei Aktiedysten ist man überzeugt, dass diese Neuerung insbesondere jungen Menschen mehr Einsicht und Sorgfalt im Umgang mit dem Investitionsmarkt vermittelt.

Die neue Funktion ist unter anderem eine Reaktion auf die vielen „schnellen Tricks“, die im Internet empfohlen werden.

Im Zusammenhang mit dem landesweiten Lernwettbewerb für weiterführende Schulen UNG AKTIEDYST erklärte Jacob Pedersen, Leiter der Aktienanalyse bei Sydbank:

„Anlagebetrug, ein Dschungel aus verschiedenen Kryptowährungen und sogenannte Finfluencer, die fragwürdige Ratschläge in sozialen Medien verbreiten – es gibt zahlreiche Fallstricke, wenn junge Menschen sich auf den Finanzmärkten bewegen, um ihr hart verdientes Taschengeld zu investieren.“