februar 10, 2026

Unterricht zu Investitionen kann jungen Menschen helfen, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie unsere Gesellschaft zusammenhängt – und ihnen sogar die Möglichkeit geben, sich langfristig eine solidere finanzielle Grundlage aufzubauen.
Wir haben Hampus Hagman, Lehrer an der CEH, Carlforsskas Ekonomi och Handelsskola in der Gemeinde Västerås, gefragt, wie er den Aktienmarkt in den Unterricht integriert hat – und es tatsächlich geschafft hat, seine Schülerinnen und Schüler zu motivieren.

Mein Name ist Hampus Hagman, und ich arbeite als Lehrer an der CEH, der Carlforsskas Ekonomi och Handelsskola in der Gemeinde Västerås. Die CEH ist die größte Ausbildung im Bereich Wirtschaft und Handel in der Region Västerås.

Unser Anspruch ist es, dass die Schule ein Teil der Gesellschaft ist. Deshalb arbeiten die Studierenden häufig eng mit Unternehmen, Geschäften, Organisationen und Universitäten zusammen – manchmal auch im Ausland. Wir planen, trainieren und bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Berufe und/oder Studiengänge vor, die sie in Zukunft erwarten.

An unserer Schule haben wir festgestellt, dass einige Schülerinnen und Schüler im wirtschaftlichen Zweig – insbesondere Jungen – wenig Motivation für die schulische Arbeit zeigten. Daher haben wir uns damit beschäftigt, wie wir eine interaktivere und realitätsnähere Lösung schaffen könnten, die die Motivation der Schülerinnen und Schüler steigert.

Seit einiger Zeit beobachten wir eine positive Entwicklung beim Interesse junger Menschen an Investitionen. Wer soziale Medien verfolgt, merkt schnell, dass sich viele intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Deshalb fiel die Wahl auf den Aktienmarkt.
Wir haben versucht, den Unterricht anders anzugehen, indem wir ein neues wirtschaftswissenschaftliches Fach eingeführt haben – mit Fokus auf den Aktienmarkt und in einem realitätsnahen, gut nachvollziehbaren Rahmen. Die Hoffnung war, durch diese Kombination die Motivation der jungen Menschen für den vermittelten Unterricht zurückzugewinnen.

Dass Schülerinnen und Schüler ein Stück weit selbst über ihr Lernen bestimmen können, kombiniert mit Elementen aus der realen Welt, kann ein sehr wirkungsvolles Instrument sein, um Motivation und Verständnis für die präsentierten Inhalte zu schaffen.
Deshalb haben wir den tatsächlichen Handel mit Aktien als Bestandteil des Unterrichts integriert – aber auch in einem größeren Zusammenhang, zum Beispiel mit Fächern wie Sozialkunde.

Die Schülerinnen und Schüler sind heute auf eine andere Weise mit der Realität verbunden als früher – das erleben wir auch im Mathematik- und naturwissenschaftlichen Unterricht. Auch dort haben wir den Aktienmarkt genutzt, sodass sie Wissen wie Kennzahlenhandel anwenden und auf reale Situationen übertragen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass der Kurs tatsächlich relevant für sie ist.

Wenn sie zum Beispiel etwas über China lernen, kaufen und verkaufen sie Aktien, die von chinesischen Unternehmen beeinflusst werden. Das hat den Schülerinnen und Schülern ein echtes Verständnis für Globalisierung vermittelt – und dafür, wie ein Ereignis in China sie selbst in Schweden beeinflussen kann.
Dies hatte einen enorm positiven Effekt, insbesondere bei den Jungen, die nun mehr lernen, sich mehr Mühe geben und eine positivere Einstellung zur Schule zeigen. Einige Schülerinnen und Schüler haben Verluste gemacht, andere Gewinne erzielt – aber alle haben etwas gelernt.

1. In Sozialkunde zur Verständigung der Welt

Der Aktienmarkt kann den Schülerinnen und Schülern helfen, Globalisierung zu verstehen und zu erkennen, wie Ereignisse in einem anderen Teil der Welt uns hier beeinflussen. Er unterstützt sie dabei, zu begreifen, wie das Wissen aus der Schule später in vielen wichtigen Bereichen der realen Welt Anwendung findet.

Unter anderem haben wir mit internationalem Handel im Rahmen verschiedener Handelstheorien gearbeitet. Dabei durften die Schülerinnen und Schüler auf aktiekampen.se Aktien kaufen und verkaufen – basierend auf dem Wissen aus dem Unterricht. Dieses Wissen entstand aus gesellschaftlichen Entwicklungen, anschließend haben wir die Entscheidungen der Schülerinnen und Schüler gemeinsam ausgewertet.

2. Fächerübergreifend in wirtschaftswissenschaftlichen Kursen

Auch in unseren wirtschaftswissenschaftlichen Kursen haben wir intensiv mit dem Aktienmarkt gearbeitet. Wöchentlich oder monatlich haben wir Spiele auf aktiekampen.se durchgeführt, in denen wir Unterrichtsinhalte wie Kennzahlen einbezogen und sie anhand der Kursentwicklungen mit der Realität verknüpft haben.
Wenn reale Elemente genutzt und visuell dargestellt werden, entsteht bei den Schülerinnen und Schülern das Gefühl, dass der Kurs tatsächlich relevant ist – und dass das Gelernte nicht nur abstraktes Wissen darstellt.

Unser Unterrichtsmaterial ist nicht länger von der Realität entkoppelt, wie es viele Schülerinnen und Schüler zuvor empfunden hatten. Sie haben nun ein anderes Verständnis dafür, warum ihr Lernen auf unterschiedliche Weise für sie relevant ist. Einige haben mit Verlusten abgeschlossen, andere mit Gewinnen – doch auch hier nehmen alle Wissen mit, das sie in der realen Welt anwenden können.

Indem wir den Aktienmarkt in den Unterricht integriert und mit Aktiekampen.se kombiniert haben, haben wir eine äußerst effektive Methode gefunden, um die Motivation der Schülerinnen und Schüler zurückzugewinnen.
Das Unterrichtsformat hat ihnen gezeigt, wie das, was sie in der Schule lernen, dazu beitragen kann, reale Phänomene zu verstehen – in diesem Fall den Aktienmarkt. Dadurch hat eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern eine neue, realitätsnahe Form der Motivation entwickelt.

Die Einbindung des Investitionsspiels hatte somit genau den Effekt, den wir brauchten, um die Schülerinnen und Schüler im Unterricht zu motivieren.